Berichte

Quintett darf vom Aufstieg träumen

Kreisliga-Elf der Hinrunde 2011/2012

Zur Winterpause der Fußball-Kreisliga dürfen sich fünf Mannschaften Hoffnungen auf den Bezirksliga-Aufstieg machen. Das Mittelfeld ist übersichtlich, und mindestens sieben Teams kämpfen gegen den Abstieg. Die Tabelle ist eng gedrängt. Nur den Tabellenersten Dörpen und Schlusslicht Varenrode trennen einige Punkte von Verfolgern beziehungsweise Verfolgten. Der Blick zurück auf die ersten 18 Spieltage:

Absteiger Blau-Weiß Dörpen hat seine Favoritenstellung eindrucksvoll bestätigt. Trainer Jonny Bojer und der Klubführung gelang es trotz des Bezirksliga-Abstiegs, die Mannschaft für das Unternehmen Wiederaufstieg zu begeistern und die meisten Leistungsträger zu halten. Die Offensivabteilung ist das Prunkstück: Alleine Stefan Bojer (23 Tore), Tim Gerdelmann (11), Florian Rieken (6) und Eduard Krüger (5) erzielten zusammen mehr Treffer als 13 der übrigen 15 Kreisliga-Teams.

Ein überraschend gewichtiges Wort im Aufstiegsrennen spricht Union Meppen mit (siehe Interview). Erneut mehr Mühe als erwartet und wahrscheinlich auch von den Verantwortlichen erhofft hat der FC Schapen. Verletzungspech und Punktverluste gegen Gegner der unteren Tabellenhälfte verhinderten eine bessere Platzierung als Rang drei zur Pause. Spielertrainer Michael Felix gefällt die Verfolgerrolle jedoch: „Letzten Winter hatten wir 10 Punkte Vorsprung, und es hat am Ende nicht zum Aufstieg gereicht. Vielleicht ist es besser, aus der Lauerposition zu kommen.“

Lauern und auf Fehler der drei Topplatzierten warten werden der TuS Haren und der VfL Emslage. Beide haben vier Punkte Rückstand auf Union Meppen. „Das ist nicht zu viel“, so Harens Fußballobmann Werner Niemeyer. Während Haren aufgrund einiger Neuverpflichtungen vorne erwartet worden war, kam die starke Hinrunde des VfL, der mit Stefan Pelster und Christian Schulte sogar zwei Leistungsträger verlor, überraschend. Geschäftsführer Werner Rühlmann dankt dem neuen Coach Hermann-Josef Bruns: „Er hat die Mannschaft spielerisch und taktisch einen großen Schritt nach vorne gebracht, und der Spaß ist auch wieder eingekehrt.“

Fast noch eingereiht in die Riege der Aufstiegsanwärter hätte sich noch der ASV Altenlingen. Unter Coach Rüdiger Grüner pirschte sich der ASV nach schwachem Start nach vorne. Hätte er die beiden letzten Spiele (1:2 in Haren, 3:4 gegen Twist ) des Jahres 2011 noch gewonnen, wäre er ganz oben dabei. Es wäre die Sensation der Hinrunde gewesen. Doch auch so führen Grüner, der den ASV im Sommer übernahm, und sein Team das Mittelfeld an und sind bestens zufrieden. Grüner: „Wir hatten nach zahlreichen Abgängen eine ganze Saison mit Abstiegskampf erwartet und befürchtet.“ Ähnlich wie der ASV steigerte sich auch Absteiger Raspo Lathen zum Ende des ersten Halbjahrs und schloss ein insgesamt enttäuschendes Jahr auf Rang sieben ab. „Die mannschaftliche Geschlossenheit ist wieder da“, erkannte Obmann Michael Runde.

Zwischendurch von höheren Zielen träumen durfte die SG Freren. Nach fünf Spieltagen belegte die SG von Neu-Coach Frank Grotke Platz drei. Dann ging Freren mit 0:6 in Dörpen unter. „Das war der Tiefpunkt der Hinrunde“, sagt Fußballobmann Reinhard Schmidt. „Durch diese deftige Niederlage wurde bewusst, dass es schon eines perfekten Tages bedarf, um gegen Mannschaften wie Dörpen mithalten zu können.“ Der Vorjahresaufsteiger ist guter Achter. Gleich fünf Auswärtssiege sorgten dafür, dass Grenzland Twist als bester Aufsteiger dieses Jahres im Mittelfeld mit sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze überwintert.

Die Abstiegszone beginnt spätestens mit Alemannia Salzbergen auf Rang zehn. Zwei Punkte trennen die Mannschaft des Trainergespanns Karl-Heinz Schubring und Matthias Ricken nur vom Abstieg. Nach tollem Start schlug das Verletzungspech zu, die Alemannen schleppten sich förmlich in die Pause. „Das Ende der Hinserie war enttäuschend. Aber wir wissen, was wir können, und sind weiterhin guter Dinge. Die Klasse ist sehr ausgeglichen, die Rückserie wird spannend“, sagt Ricken.

Die Aufsteiger DJK Geeste und Eintracht Papenburg stehen mit 19 Punkten einträchtig nebeneinander auf den Plätzen elf und zwölf. Geeste machte sich als heimstarker Favoritenschreck mit Siegen über Dörpen und Haren einen Namen. Papenburg überzeugte oft spielerisch, war aber im Abschluss zu schwach. „Wir müssen einfach auch mal Tore schießen“, fordert Coach Jürgen Brelage.

Einen Zähler weniger hat Schwefingen auf Relegationsrang 13. In der Vorsaison war das Team von Trainer Bernd Keiser noch Vierter, in dieser Spielzeit rutschte es in eine Krise, die besonders auf eigenem Platz augenscheinlich wurde. Erst im letzten Heimspiel (3:1 gegen Freren) gelang der erste Dreier. Keiser: „Uns droht ein längerer Kampf gegen den Abstieg. Da aber im Umfeld keine Panik herrscht und alle an einem Strang ziehen, glauben wir, dass der Klassenerhalt gelingt.“

Auf den Abstiegsrängen platziert sind der SuS Darme, der SV Groß Hesepe und SW Varenrode, der sich von den vier Aufsteigern am schwersten tat und schon zehn Punkte auf Schwefingen aufholen muss. Obwohl knapp die Hälfte der Kreisligisten nicht frei von Abstiegssorgen ist, gab es erst einen Trainerwechsel. Branko Dragutinovic löste in Groß Hesepe Ende September Detlef Perk ab, der sein Amt auf eigenen Wunsch zur Verfügung stellte. „Wir werden im neuen Jahr richtig Gas geben“, verspricht Hesepes Fußballobmann Stefan Fangmeyer.


Quelle: NOZ (gvz) vom 21.01.2012



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