Berichte


Hallo Rüdiger, wir heißen dich als neuen Trainer der 1. Fußballmannschaft des ASV Altenlingen Herzlich Willkommen. Schön dass du dir ein wenig Zeit genommen hast, dich an dieser Stelle vorzustellen. Wie ist dein sportlicher Werdegang?

Rüdiger Grüner: Ich habe bereits, kurz nachdem ich in den Seniorenbereich wechselte, die B und A-Jugendmannschaften vom FC Leschede trainiert. Durch eine schwere Knieverletzung habe ich mich dann auf das „Trainerdasein“ konzentriert.

Nach dem Zusammenschluss der Jugendarbeit zwischen Emsbüren und Leschede habe ich die A-Jugend auf Bezirksebene trainiert.
Von 1996 bis 1998 habe ich die A-Jugend vom SC Spelle-Venhaus auf Verbands- und Bezirksebene trainiert.

In der Saison 1998/1999 habe ich die A-Jugend vom SV Meppen in der Niedersachsenliga trainiert. Trotz des sportlichen Erfolges musste ich Platz für Frank Faltin machen. Das war sehr überraschend und gleichzeitig sehr enttäuschend.

Andreas Lohle vom SV Concordia Emsbüren hat mir als 30jähriger das Vertrauen geschenkt, die 1. Seniorenmannschaft auf Bezirksklasseebene trainieren zu dürfen.
Nach 4-jähriger Tätigkeit habe ich für 2 ½ Jahre den SVA Salzbergen auf Kreis- und Bezirksebene trainiert.

Anschließend war ich 3 Jahre Trainer beim FC Leschede auf Kreisebene.


Was reizt dich an der Aufgabe, Trainer beim ASV zu sein?

Rüdiger Grüner: Ich habe seit vielen Jahren auch immer ein Auge auf die Ergebnisse der Jugendmannschaften geworfen. Auffällig war, dass der ASV Altenlingen über viele Jahre im B- und A-Jugendbereich eine gute Rolle auf Bezirksebene gespielt hat.
Das ist eine gute und wichtige Basis für erfolgreiche Arbeit im Seniorenbereich.

In Spielen als FCL-Trainer gegen den ASV habe ich auch einen Eindruck von dem dort vorhandenen Potential bekommen. Es ist eine gute Mischung aus alten und jungen Spielern.

Des Weiteren habe ich die Hoffnung, dass man mit guter Arbeit irgendwann bald vielleicht die ehemaligen ambitionierten ASVer zurückgewinnen kann. Ein erstes tolles Zeichen hat Matthias Schmidt gesetzt. Er hat seine Spielberechtigung für den ASV angemeldet. Leider wird er wohl nur sporadisch Einsätze bestreiten können, da er seinen Lebensmittelpunkt in München hat.


Was planst du für Änderungen? Wie wird deine Spielphilosophie sein?

Rüdiger Grüner: Zuerst einmal möchte ich bemerken, dass meine Vorgänger, Frank Bolkenius und Daniel Surbek, richtig gute Arbeit geleistet haben. Mein Dank gilt an dieser Stelle auch Ihnen für die gute Einarbeitung in meine neuen Aufgaben.

Ich werde versuchen, die Zusammenarbeit mit der/den Reservemannschaft(en) zu intensivieren. Auch ich fühle mich den Zielen der Reservemannschaften gegenüber verpflichtet. Gleichfalls profitieren die Spieler aus dem Kader der 1. Mannschaft durch Spielpraxis, die sie zu bestimmten Zeiten leider nur in der 2. Mannschaft sammeln können.

Mein Eindruck ist, dass mit Ehler Meyer eine sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich sein wird.

Mein Wunsch war es, auf zwei statt drei wöchentliche Trainingseinheiten (Dienstags und Freitags) umzustellen. In dieser Zeit wollen wir intensiv miteinander arbeiten. Meine Hoffnung ist eine gute Trainingsbeteiligung. Ein dritter Trainingstag bleibt am Mittwoch mit dem Training der 2. als Ausweichtermin bei zeitlichen Engpässen von Spielern erhalten.

Durch das parallele Training mit der A-Jugend am Dienstag wird man diese Jugendlichen auch sehr gut im Fokus haben und frühzeitig gezielt junge Talente fördern können.

Spielphilosophie: Meine Erfahrung aus der Vergangenheit ist, dass sich eine Vielzahl von Spielen ab der 70. Minute entscheiden. Wir wollen so viel Substanz und Leistungswille aufbauen, dass wir hoffentlich in vielen Fällen das glücklichere Ende auf unserer Seite haben werden.
Mein erster Eindruck ist, dass wir mit den unterschiedlichen Qualitäten der Spieler auf alle Situationen reagieren können. Gleichfalls habe ich die Hoffnung und Erwartung, dass wir in einigen Spielen auch das Tempo vorgeben können. Im Training werden wir verstärkt den Fokus auf Kombinationsfußball setzen.


Das Team wird kommende Saison sehr jung sein, ist das ein Nachteil?

Rüdiger Grüner: Es gibt für mich nicht junge und alte Spieler. Es gibt gute und weniger Gute. Wenn es aber zwei gleich gute Spieler gibt mit 10 Jahren Altersunterschied, dürfte meine Entscheidung klar sein.
Ich habe viele Jahre im Nachwuchsbereich (A-Jugend) gearbeitet und werde darauf Wert legen, dass meine Arbeit nachhaltig sein wird. Junge Spieler garantieren den Erfolg für die Zukunft.
Dennoch sollte der ASV dankbar sein, dass es im Kader auch noch die Generation 30+ gibt. Bei anderen Vereinen, die ich trainieren durfte, sind diese Spieler aus meiner Sicht zu frühzeitig in den Altherren-Bereich gewechselt.


Wie sehen die Ziele für die kommende Saison aus?

Rüdiger Grüner: Wir sind uns in diesem Stadium der Vorbereitung einig, dass wir alle keine Zittersaison mit Blick auf die Abstiegsplätze möchten. Das ist belastend. Mit dem FC Leschede habe ich von 3 Jahren 2 ½ Jahre gegen den Abstieg gespielt.

Zum Ende der Vorbereitung werden wir mit der Mannschaft gemeinsam ein Ziel definieren, in dem sich jeder wieder findet. Die anderen Wettbewerbe wie Kreispokal und Hallenturniere behalten wir auch im Fokus.


Haben interessierte Spieler noch die Chance in das Team zu kommen oder ist der Kader voll?

Rüdiger Grüner: Jeder Spieler ist herzlich willkommen und wird seine Chance bekommen. Es wird einen nominellen Kader geben, der die Größe von ca. 20 – 22 Spieler haben wird. Das ist eine Anzahl, die sich noch einigermaßen führen lässt. Ich lasse mich auch daran messen, ob sich auch der 20. Mann im Kader mitgenommen und integriert fühlt.

Die Praxis wird aber zeigen, dass durch Verletzungen oder Aufnahme vom Studium immer viel Bewegung in den Kader kommen kann. Deshalb sind die Grenzen vom Kader fließend.

Aus der Arbeit in den Dorfvereinen kenne ich dieses hohe Maß an Fluktuation nicht. Die „größeren“ Vereine im Stadtgebiet wie Holthausen/Biene oder TuS Lingen hatten in der Vergangenheit leider immer die besseren „Argumente“, wenn es um die Dienste der ambitionierten Spieler ging.
Diese Spieler sind natürlich immer herzlich willkommen, wenn sich deren Ziele dort nicht realisieren lassen.

Besser sollten wir auch die ehemaligen Spieler, die vor Jahren wegen eines Studiums das Fußballspielen beim ASV aufgeben mussten, im Fokus halten. Irgendwer wird irgendwann wieder ins Stadtgebiet zurückkommen. Diese Spieler sind natürlich auch jederzeit herzlich willkommen.


Welche Mannschaften sind deine Favoriten auf die Aufstiegsplätze?

Rüdiger Grüner: Schapen sowie Dörpen schätze ich als sehr stark ein. Das sind meine Aufstiegskandidaten. Haren dürfte auch eine gute Rolle spielen. Salzbergen könnte überraschen.


Danke für das Interview und viel Erfolg – möge es eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit werden!



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